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 Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"

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Mini_2010

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BeitragThema: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mo Jan 07 2013, 12:20

das Eingangsposting lautete :

Liebe LeserInnen und AudL-Fans,

die nachfolgende Story habe ich vor ein paar Monaten begonnen zu schreiben. Sie ist noch nicht fertig - worum ich mich aber redlich bemühen werde
- aber ich möchte sie euch nun doch nicht mehr länger vorenthalten. Die Idee kam mir, nachdem ich eine von Staffis One-Shots gelesen hatte ...

Ein paar kleinere Anmerkungen vorab:

Anna und Tom waren nie verheiratet gewesen und haben auch ihre Partner nicht verloren. Tom ist erst vor Kurzem aus Amerika zurückgekommen, während Anna mit Jonas zusammen eine Werbeagentur führt. Alles andere, lest selbst ...

Viele Spaß!


Liebe Grüße,
Mini

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„Vor dem Schicksal zu fliehen,
ist manchmal der beste Weg,
um zu sich selbst zu finden.“
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AutorNachricht
katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   So Apr 07 2013, 21:22

Ach Mini,
du bist einfach die Beste.
Und unser Chigollo ist also tatsächlich auch nur ein kleiner verletzter Junge. brav
Ganz schön traurig, wenn sich das ganze Leben direkt oder indirekt auf ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit aufbaut. Aber immerhin, scheint er es irgendwie tatsächlich zu erkennen. Damit ist er wohl einen riesigen Schritt weiter, als viele Menschen, die solche Erkenntnis niemals zulassen würden.

Und Bruno, ... na ja, er ist halt wie er ist. Egomane, der bestimmt nie in seinem Leben kapiert hat, was er seinen Kindern angetan hat.
In diesem Fall ist sein cholerischer Anfall ja vielleicht nicht verkehrt gewesen. Schließlich ist es ja wirklich ziemlich unprofessionell und auch unter aller Sau, was Tom da mit seinen Angestellten abzieht. Und das nicht zum ersten Mal. Ich befürchte nur, dass der Phase der Einsicht vermutlich Sturrheit, Ignoranz oder Trotz folgt.

Anna hat also eine Idee entwickelt. Jetzt ist nur noch die Frage, wird Bruno dem Meeting beiwohnen und sich das Konzept anhören, oder wird er es gar nicht so weit kommen lassen ... idontknow

Ach, und dann steht noch ein Chat an.

So viele spannende Themen, die da mal wieder offen stehen und die Spekulationen in meinem Kopf voran treiben ... Rolling Eyes

Danke für diesen Leseschmaus flowers , und Bitte, mach schnell weiter ! Embarassed

Liebe Grüße
Katha

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Manche Dinge brauchen einfach keine Worte ...
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mo Apr 15 2013, 20:13

Juhuuuuu ... lang lang ist's her, aber da bin ich wieder mit einem neuen Teil. Ein bisschen länger dieses Mal, aber ich hoffe, er gefällt. Viel Spaß beim Lesen ... LG, Mini

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Teil 27

Es war kurz nach halb zehn, als Anna sich streckte und schließlich seufzend in ihrem Stuhl zurücklehnte. Ihr Blick huschte durch ihr kleines privates Heiligtum, und ein Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht, als ihr Augenmerk wieder auf das Konzept vor ihr fiel. In den letzten Stunden hatte sie ihre Arbeit noch ein wenig verfeinert und hier und da um ein paar Details ergänzt. Jetzt ist es perfekt …, dachte sie mit einem kritischen Blick. Eine erstaunliche Leistung, wenn man bedenkt, mit welch dürftigen Informationen man dich an die Arbeit geschickt hat …, bemerkte ihr Unterbewusstsein, was sich seufzend auf das Sofa fallen ließ und herzhaft gähnte. Also, wenn er dir jetzt nicht aus der Hand frist, dann geb ich mir die Kugel. Anna schüttelte den Kopf und rieb sich über ihr Gesicht. Sie war hundemüde, und eigentlich wollte sie nichts lieber, als sich direkt in ihr Bett zu verkriechen, als ihr Blick auf ihren Laptop fiel. Scheiße …, durchfuhr es sie plötzlich. Hastig richtete sie sich auf, griff nach dem Gerät und öffnete es, als ihr der Fremde aus dem Chat wieder einfiel und dass sie sich für heute Abend verabredet hatten. Als der Bildschirm zum Leben erwachte, zögerte sie einen Moment, während sie sich fragte, ob sie das wirklich tun sollte. Ach, was soll’s …, dachte sie, tippte kurzerhand die Internetadresse in die Browserzeile und loggte sich in ihr Profil, und eine Welle ungetrübter Vorfreude wischte in dem Augenblick die Strapazen des Tages beiseite, als sie eine Nachricht in ihrem Eingang fand …

GOOD OLD NICK: Hey, bist du da? Wie war dein Tag?
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Die Nachricht war noch keine zehn Minuten alt. Ein kurzer Blick auf seinen Status sagte ihr, dass er noch online war. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie eine Antwort schrieb …

LITTLE SWEETHEART: Hat sich gezogen.
GOOD OLD NICK: Mhmm … meiner auch.
LITTLE SWEETHEART: Gott, wie ich solche Tage hasse.
GOOD OLD NICK: Klingt, als hättest du einen stressigen gehabt.
LITTLE SWEETHEART: Kann man so sagen.
GOOD OLD NICK: Magst du darüber reden?
______________________________________________________________________________________

Einen Moment lang hielt Anna inne, las die Worte ein weiteres Mal, während sie die letzten Stunden Revue passieren ließ. Und ohne eine bewusste Entscheidung getroffen zu haben, flogen ihre Finger über die Tastatur.

LITTLE SWEETHEART: Weiß nicht. Ist eine lange Geschichte.
GOOD OLD NICK: Ich hab Zeit. Und ich kann gut zuhören … glaub ich zumindest.
______________________________________________________________________________________

Unweigerlich musste Anna lächeln. Der Typ verfügte offenbar nicht nur über eine angemessene Portion Humor, er schien auch noch selbstkritisch zu sein. Du wirst mir immer sympathischer …

LITTLE SWEETHEART: Glaubst du?
GOOD OLD NICK: Ich denke, es käme auf einen Versuch an, oder?
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Annas Lächeln wandte sich in ein schiefes Grinsen. Das erste Mal seit langem. Und das diese Reaktion ausgerechnet ein Mann hervorrief – den sie dazu überhaupt nicht kannte – hätte ihr zu denken geben sollen, aber heute war sie dafür viel zu empfänglich als dass sie sich mit den Gründen intensiver auseinandersetzen wollte. Eine Tatsache, die sie für einen Sekundenbruchteil verwirrte. Warum eigentlich nicht …, dachte sie bei sich. Ich halte das zwar für eine blödsinnige Idee, aber mich fragt ja eh niemand …, meldete sich ihr Unterbewusstsein schmollend zu Wort. Sie ignorierte den Einwand und schob dem Miesepeter den Riegel vor …

LITTLE SWEETHEART: Ich hab da eine Aufgabe aufgedrückt bekommen, die … na ja, nicht so ganz einfach ist.
GOOD OLD NICK: Aha … na ja, manchmal kann man sich seine Aufträge eben nicht aussuchen.
LITTLE SWEETHEART: Wem sagst du das.
GOOD OLD NICK: Ein Fall für Mike Rowe?
LITTLE SWEETHEART: Mike Rowe? *lach* Nein, ich glaube so schlimm ist der Job dann auch wieder nicht. Nur leider hängt von diesem Auftrag eine Menge ab.
GOOD OLD NICK: Mhmm …, klingt nach einer Zwickmühle. Glaub mir, ich kenne das selbst gut genug.
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Anna seufzte tief. Auch wenn diese Worte das Problem nicht lösten, das Gefühl, damit nicht allein zu sein, ließ ihr das Herz leichter werden …

LITTLE SWEETHEART: Na ja, der Auftrag an sich ist nicht übel. Eine echte Chance. Und eine Herausforderung.
GOOD OLD NICK: Wo liegt dann das Problem?
LITTLE SWEETHEART: Die Zusammenarbeit.
GOOD OLD NICK: Aha ... Unangenehme Zeitgenossen?
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Unangenehm? Nein, das war das falsche Wort …

LITTLE SWEETHEART: Eher unkreativ. Null Ideen und Vorstellungskraft …
GOOD OLD NICK: Mhmm …, hört sich in der Tat schwierig an. Und jetzt fehlen dir auch die Ideen?
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Keine Ideen? Tse … ich hab noch jeden Auftrag gemeistert …, dachte Anna grimmig …

LITTLE SWEETHEART: Nein, im Gegenteil, ich hab da eine wirklich tolle Idee. Es ist nur so, dass sie … na ja, … den Nerv des Kunden treffen soll und nicht meinen. Und es ist schließlich umso frustrierender, wenn man für den Papierkorb arbeitet.
GOOD OLD NICK: Verstehe. Aber dann sieh es doch mal so. Wenn du keine Vorgaben hast, heißt das doch auch, dass man dir freie Hand lässt. Dass man auf deine Kreativität vertraut. Darauf, dass du weißt was du tust und über genügend Erfahrung verfügst, um diese Aufgabe zu meistern. Ich würde das als echten Vertrauensbeweis ansehen.
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Anna schluckte, als sie seine Antwort las. Ein echter Vertrauensbeweis? Tom Lanford vertraut in meine Kreativität? Er kennt mich doch gar nicht …, ging es ihr bei diesen Worten durch den Kopf. Doch dann dachte sie wieder an das Gespräch zurück, daran, wie er sie angesehen hatte, als sie über diesen Auftrag gesprochen hatten …

LITTLE SWEETHEART: Mhmm …, so hab ich das noch gar nicht gesehen.
GOOD OLD NICK: Siehst du, manchmal muss man die Situation einfach nur mal aus einer anderen Perspektive betrachten. Und schon entwickelt sich aus dem Problem eine Möglichkeit.
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Oh … wie weise gesprochen …, ätzte ihr Unterbewusstsein. Doch Annas leises Knurren ließ den Störenfried sogleich wieder verstummen, dann schrieb sie …

LITTLE SWEETHEART: Klingt, als hättest du Erfahrung mit derlei Situationen.
GOOD OLD NICK: Nicht zynisch werden … Aber ja, du hast Recht, ich hab durchaus meine Erfahrungen mit dem Bewältigen von Problemen.
LITTLE SWEETHEART: Und offenbar hast du auch deine Weisheiten darin gefunden. Bist du Psychiater von Beruf?
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Diesen frechen Seitenhieb hatte sie sich beim besten Willen nicht verkneifen können. Grinsend wartete sie auf seine Antwort, die nicht lange auf sich warten ließ …

GOOD OLD NICK: Höre ich da schon wieder Zynismus heraus? Oder hast du Bedarf, auf meiner Couch Platz zu nehmen?
LITTLE SWEETHEART: Nicht im Geringsten.
GOOD OLD NICK: Schade. Aber gut, ich wäre wohl auch ein lausiger Berater.
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Jetzt konnte sie sich ein spontanes Lachen nicht verkneifen. Doch nur eine Sekunde später schlug sie sich die Hand vor den Mund, als ihr aufging, dass sie nicht allein in der Wohnung war und die Wände mehr als hellhörig waren. Verstohlen blickte sie zur Tür, hielt den Atem an und lauschte … Das letzte was sie jetzt wollte, war, dass ihre Mutter anklopfte und mit ihrer gelegentlichen Überbesorgtheit wohlmöglich diese durchaus angenehme Atmosphäre zunichte machte … Aber auf dem Flur schien alles ruhig …, also wandte sie sich wieder ihrem Laptop zu und ließ ihre Finger über die Tasten flitzen …

LITTLE SWEETHEART: Also, mir hast du ziemlich gut geholfen. Vielleicht solltest du beruflich umsatteln.
GOOD OLD NICK: Keine schlechte Idee. Vielleicht wäre mein Job dann auch leichter. Aber so einfach ist das leider nicht.
LITTLE SWEETHEART: Diejenigen, die uns am ärgsten im Weg stehen, sind meistens wir selbst.
GOOD OLD NICK: Da hast du wohl Recht.
LITTLE SWEETHEART: Ja, auch wenn der Spruch nicht von mir stammt *lach*. Was machst du beruflich? Ich meine, jetzt da ich weiß, dass du kein Seelenklempner bist.
GOOD OLD NICK: *lach* Neugierig bist du überhaupt nicht, oder?
LITTLE SWEETHEART: Nein … Mhmm, na gut, vielleicht ein bisschen.
GOOD OLD NICK: Interessant. Ich löse Probleme, die andere verursachen.
LITTLE SWEETHEART: Klingt nach einer echten Lebensaufgabe. Bist du ein Heiliger?
GOOD OLD NICK: Autsch, … das hat mir noch keiner vorgeworfen. Ich bin wirklich schockiert …
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Anna biss sich auf die Lippe und unterdrückte ein neuerliches Lachen. Der Typ war einfach zu komisch. Warum nur konnte Tom Lanford nicht so sein? …, schoss es ihr unvermittelt durch den Kopf. Hoppla …, sind wir mit unseren Gedanken mal wieder auf Abwegen …, spottete ihr Unterbewusstsein, was mit einem genervten Augenrollen über die Sofalehne schielte. Vergiss den Typen, der ist doof. Anna verdrehte unweigerlich die Augen. Manchmal kann diese nervige Stimme echt zur Spaßbremse mutieren …, dachte Anna, woraufhin ihr Unterbewusstsein schmollend die Unterlippe vorschob, aufstand und, die Nase gen Himmel gereckt mit den Worten ... Aber heule ja nicht wieder rum, wenn er sich am Ende als Arsch entpuppt ... das Zimmer verließ. Anna seufzte erleichtert, und als sie seine letzten Worte erneut las, schlich sich gegen ihren Willen die Frage in ihren Kopf, wie diese Kombination aus Humor und Charme wohl aussehen mochte …

LITTLE SWEETHEART: Oh, dann also kein Heiliger *lach*. Aber wenigstens scheinst du Humor zu haben. Was mir sagt, das dein Profil stimmt. Also, verrätst du es mir?
GOOD OLD NICK: Natürlich stimmt mein Profil. Ich mag keine humorlosen Menschen. Vielleicht verrate ich es dir morgen. Es ist schon spät, und ich brauche meinen Schönheitsschlaf.
LITTLE SWEETHEART: Soso, dass du eitel bist, steht aber nicht in deinem Profil.
GOOD OLD NICK: Ganz schön frech. Aber nein, ich bin keineswegs eitel. Allerdings hab ich morgen früh einen Termin … oder besser gesagt: Heute.
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Annas Augen weiteten sich, als sie auf seine Worte hin einen Blick auf ihre Uhr warf. Oh Mist … schon so spät. Und dabei hat es gerade angefangen, Spaß zu machen. Resigniert fiel ihr Blick auf ihren Bildschirm. Am liebsten hätte sie die ganze Nacht mit ihm geschrieben. Es war lange her, dass sie sich mit jemandem so nett unterhalten hatte, der dazu noch männlich war. Na gut, mit Ausnahme von Jonas … und von DR. LOVER. Sie stöhnte auf, als ihr aufging, dass er eine genauso anonyme Bekanntschaft war. Aber nicht mehr lange …, flüsterte eine leise Stimme in ihr. Ja richtig, am Freitag würde sie ihn kennenlernen. Übermorgen. Ein merkwürdiges Gefühl flammte in ihr auf. Ein Treffen im realen Leben. War sie dafür wirklich schon bereit? Nach so kurzer Zeit? Und was ist mit GOOD OLD NICK? Ein Gefühl, was sie nicht beschreiben konnte, machte sich in ihr breit. War das richtig? Es ist nur ein Deal …, mischte sich erneut ihr Unterbewusstsein ein. Ein Deal, wozu dich deine beste Freundin verdonnert hat. Genau, und eigentlich wollte sie diese ganze Geschichte bloß endlich hinter sich bringen, damit sie wieder in ihr normales geordnetes Leben zurückkonnte. Wer brauchte schon Beziehungen … Tse, … Ein bekümmertes Seufzen entwich ihrem Inneren. Augen zu und durch …, dachte sie, als ein leises Pling sie in die Realität zurück riss.

GOOD OLD NICK: Bist du noch da?
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Ein spontanes Lächeln huschte über Annas Gesicht. Eilig tippte sie eine Antwort.

LITTLE SWEETHEART: Ja, klar … bin noch da. Also gut, dann warte ich eben bis morgen, auch wenn mir das wahrlich schwerfällt.
GOOD OLD NICK: So ungeduldig?
LITTLE SWEETHEART: Manchmal … ein bisschen …
GOOD OLD NICK: *schmunzel* Also, morgen um dieselbe Zeit?
LYH: Dieselbe Zeit.
GOOD OLD NICK: Schön … ich freu mich. Gute Nacht.
LITTLE SWEETHEART: Ich mich auch. Bis morgen.
GOOD OLD NICK: Bis morgen. Schlaf gut.
LITTLE SWEETHEART: Du auch … :-)

Mit einem breiten Grinsen klappt Anna den Laptop zu, zog sich aus und tappte auf nackten Sohlen zu ihrem Bett. Zufrieden kuschelte sie sich in ihre Kissen. Hör auf, so blöde zu grinsen …, knurrte ihr Unterbewusstsein. Du hasst Männer … schon vergessen? Seufzend verdrehte sie die Augen und wischte den ironischen Seitenhieb ihrer inneren Spaßbremse beiseite. Als sie die Augen schloss, lag noch immer ein Lächeln auf ihren Lippen. Und als sie langsam in den Schlaf hinabglitt, träumte sie von netten Chatbekanntschaften, verführerischen Dessous und wunderschönen graublauen Augen.

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ist manchmal der beste Weg,
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katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mo Apr 15 2013, 20:42

Hach Mini,
ist das schön, wieder von dir zu lesen. Ich habe schon angefangen an den Fingernägeln zu kauen, um meine Entzugserscheinungen im Griff zu behalten. Rolling Eyes Und ich kann dir sagen, da ist nicht mehr viel übrig ... Evil or Very Mad

Eine wunderbare Fortsetzung, die du uns da kredenzt hast. Dieser Chat zwischen und Tom und Anna, leicht, fluffig, ungezwungen, schon wunderbar zu lesen, wenn man die Charaktere mal außen vor lässt, aber um so witziger, wenn man weiß wer da hinter steckt. Jetzt freue ich mich doch gleich noch mehr auf das nächste reale Treffen .... D.h. scratch wenn ich darüber nachdenke, würde das glaube ich erst übermorgen statt finden. Dann wäre der nächste Chat noch dazwischen und Tom würde vielleicht mehr oder weniger deutlich sagen, was er tut? Hmmm, das hört sich spannend an bounce

Ich warte ballspielen , ich warte Mad , ich warte schmoll ... und dich freue mich Cool

LG,
Katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Apr 23 2013, 01:10

was für teile Smile
der Chat zwischen den beiden hat mir sehr gefallen und schmunzeln musste ich dabei auch Smile
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Do Apr 25 2013, 12:18

Hey, ihr zwei,

Danke für eure wunderbaren Kommis. Menno, ich hab hier auch schon lange nichts mehr hinterlassen. Aber, versprochen, ich arbeite daran ...

LG, Mini

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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Sa Mai 04 2013, 23:27

Huhu, ja ich bin's. Ich hoffe, ihr kennt mich noch. Gott, das ist aber schon lange her, dass ich was gepostet habe. Aber nun hab ich es endlich geschafft, den neuen Teil fertigzustellen. Ich hoffe, er gefällt ... Viel Spaß beim Lesen ... besonders dir, liebste Kahta

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Teil 28


Als Anna am nächsten Tag ins Büro kam, war sie von einer Leichtigkeit erfüllt, wie sie sie lange nicht mehr gespürt hatte. Irgendetwas war passiert. Nur was? Ach ja, richtig, sie hatte die halbe Nacht vor ihrem Laptop gesessen und sich mit einem Unbekannten unterhalten. Einem sehr netten Unbekannten …, flüsterte jene leise Stimme in ihr. Einem unbekannten MANN …, bekräftigte ihr Unterbewusstsein auf gewohnt strenge Weise und versetzte Annas Hochstimmung einen sanften Seitenhieb. Knurrend wischte sie es beiseite. „Hey, du strahlst heute so. Ist irgendwas passiert?“, vernahm sie Palomas Stimme, in der unüberhörbar ein Lächeln mitschwang. Anna holte tief Luft und lächelte Paloma affektiert an. „Ach was, ich hab nur gut geschlafen.“, wiegelte sie eilig ab, konnte jedoch das dümmliche Grinsen, was sich seit letzter Nacht dauerhaft in ihr Gesicht geschlichen zu haben schien, nicht vertreiben. „Soso, gut geschlafen also.“, meinte die junge Spanierin mit einem gewichtigen Nicken, ehe sie sich näher zu Anna lehnte. „Und? Wie läuft’s so mit den Singlemännern?“, raunte sie und hob verschwörerisch die Brauen. Anna schluckte leicht, als ihr sogleich der Deal mit Paloma wieder in den Sinn kam – nicht zu vergessen die turbulenten Momente, die ihren Standpunkt der Gattung Mann gegenüber reichlich ins Wanken gebracht haben. Eilig wandte sie sich ab, um die verräterische Röte zu verbergen, die sich gegen ihren Willen in ihr Gesicht geschlichen hatte. „Du weißt, wie ich zu diesem Thema stehe. Und ich bin auch nur auf diesen Mist eingegangen, damit du …“ Sie unterbrach sich und bemühte sich um eine missbilligende Miene. „Du weißt schon …“, schob sie zerknirscht hinterher. Dass sie die halbe Nacht mit einem durchaus charmanten Mann gechattet hat, musste sie ihrer besten Freundin, die zweifellos ihre Passion darin gefunden hatte, ihr die Männerwelt schmackhaft zu machen, nicht unbedingt unter die Nase reiben. Nein, dieses kleine Geheimnis würde sie für sich behalten. Und na ja, wer wusste schon, wohin diese ganze Sache führen würde. Am Ende entpuppte sich der Typ wieder als Reinfall. Gut so, das ist die richtige Einstellung …, säuselte ihr Unterbewusstsein. Du weißt schließlich am besten, wohin das Ganze führt. Anna stöhnte unweigerlich auf, griff nach der Mappe, in der sie das Konzept für die Kampagne zur Dessouskollektion verwahrte, und starrte konzentriert auf die Skizzen, in der Hoffnung sowohl ihre wirren Gedanken zum Schweigen zu bringen als auch ihre überaus krankhaft neugierige Freundin, die, dem ungeduldigen Seufzen nach zu urteilen, noch immer auf eine zufrieden stellende Antwort wartete. Das Konzept war gut … sogar sehr gut. Aber ob ein Tom Lanford damit zufrieden ist? …, ging es ihr nachdenklich durch den Kopf. Trotz aller Bemühungen war es ihr nicht gelungen, diesen Zweifel, der sich ziemlich hartnäckig in ihrem Kopf festgesetzt hatte, loszuwerden. Und irgendwie beschlich sie das Gefühl, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde, ihn davon zu überzeugen. Selbst schuld … er hätte dir ja auch eine klare Richtung vorgeben können …, meldete sich ihr Unterbewusstsein erneut in jener ätzenden Weise zu Wort, die Anna langsam als nervtötend empfand. Mit einem kurzen Kopfschütteln wischte sie es beiseite. Und wenn er doch Recht hat? …, mischte sich die leise Stimme ein, und ein Lächeln schlich sich auf Annas Lippen, als sie sich an die Worte des Unbekannten aus dem Chat erinnerte. Manchmal muss man die Situation nur aus einer anderen Perspektive betrachten … und schon wird aus dem Problem eine Möglichkeit.

„Anna?“, drängte sich die Stimme ihrer Freundin in ihre abdriftenden Gedanken und riss sie in die Realität zurück. Huch, du bist ja immer noch da …, dachte sie erschrocken und starrte Paloma, die sie aus großen neugierigen Augen ansah, an. Offenes Staunen lag in ihrem Blick, und Anna fragte sich unweigerlich, was passiert war. Bis ihr schließlich aufging, dass sie selbst der Grund für Palomas überraschte Miene war. Scheiße. Unweigerlich biss sie sich auf die Zunge, in der Hoffnung, der Schmerz würde endlich dieses verräterische dümmliche Grinsen aus ihrem Gesicht vertreiben. Zwecklos. Palomas Gesicht und diesem leicht selbstgefälligen Lächeln nach zu urteilen, hatte sie den Braten längst gerochen. Na großartig, Anna. Und der Beginn der Inquisition war nur noch eine Frage der Zeit. Was bedeutete, dass sie sich schleunigst etwas einfallen lassen musste, wie sie Paloma davon abhalten konnte, sie auszuquetschen wie eine reife Zitrone. Etwas, was glaubhafter war, als die Aussage, nur gut geschlafen zu haben. Was sie durchaus hatte, aber das Argument allein würde nicht genügen, um Paloma ausreichend davon zu überzeugen, dass sich seit letzter Nacht nichts geändert hatte. So gut kannte Anna ihre beste Freundin. „Also, erzählst du es mir freiwillig, oder muss ich … bohren.“, ließ Paloma mit einem herausfordernden Blitzen in den Augen verlauten. Großer Gott, ich hab’s geahnt …, ging es Anna mit einem stummen Stöhnen durch den Kopf. Sie verkniff sich ein ironisches Augenrollen, während ihr Hirn auf Hochtouren zu arbeiten begann. Denk nach, Anna. Denk nach.

„Anna.“, unterbrach Jonas' tiefe Stimme ihre akrobatischen Denkübungen. Jonas, Gott, dich schickt der Himmel …, ging es Anna voller Dankbarkeit durch den Kopf, als sie sich umwandte … und augenblicklich ein mulmiges Gefühl durch ihren Magen zog, als sie Jonas ernstes Gesicht bemerkte. Sie schluckte schwer, während tausend neue Gedanken durch ihren Kopf wirbelten. Dieser Gesichtsausdruck verheißt nichts Gutes … „Ja, was gibt’s?“, krächzte sie. Dahin war die stets aufrecht erhaltene Professionalität. Jonas trat ein und blieb einen halben Meter vor ihrem Schreibtisch stehen, während Paloma ein leicht frustriertes Stöhnen ausstieß und sich eine Sekunde später in Luft auflöste. Die Erleichterung, die Anna auf Palomas Abgang hin durchfuhr, währte jedoch nur einen Sekundenbruchteil. Argwöhnisch runzelte die Stirn, und eine seltsame Anspannung bohrte sich in ihrem Bauch. Ein angestrengtes männliches Räuspern. Nun spuck’s schon aus …, dachte sie leicht säuerlich. Jonas holte tief Luft, und Anna unterdrückte den Versuch, ihren Geschäftspartner anzufahren, weil er es so spannend machte. „Die Präsentation.“, begann er schließlich. Anna hielt abrupt die Luft an. Erwartungsvoll hob sie die Augenbrauen, als eine weitere Pause seine Worte davontrug. Ja … Ihr Unterbewusstsein, was sich nach Palomas Verschwinden kurzzeitig völlig tiefenentspannt in die Kissen des gemütlichen Sofas gefläzt hatte, war augenblicklich wieder hellwach und spitzte die Ohren. Wieder ein tiefes Luftholen. Meine Güte, man könnte meinen, du versuchst, mir den Untergang der Welt zu offenbaren. Los … „Tom Lanford hat vor einer Stunde angerufen …“, fuhr er fort, noch ehe Anna ihren Gedanken zu Ende führen konnte. Ihr Mund wurde trocken, und ihre Augen weiteten sich noch mehr. „Er hat gesagt, dass er – oder besser sein Vater – den Entwurf für das Konzept schon heute sehen will.“ Annas Kinnlade klappte wortlos nach unten. Heute? … Aber, ich … „Wie weit bist du? Können wir ihnen was präsentieren?“, fuhr Jonas direkt fort, während Anna noch die Worte Lanford, Präsentation und Heute in Einklang zu bringen versuchte. „Anna!“ Der ernste Ton riss sie aus ihrem Gedankenstrudel. Wie versteinert starrte sie ihn an. Was? „Hast du was?“, fragte er, seine Stimme klang gepresst. Ihr Blick irrte über ihren Schreibtisch hin zu der Mappe, in der sie das Konzept für die Kampagne zur Dessouskollektion verwahrte, an dem sie gestern Abend gearbeitet hatte – bis ein charmanter Unbekannter sie von ihrer Arbeit abgelenkt hatte. „Ähem … ja, …“, stotterte sie. „Zeig mal!“, verlangte Jonas ohne große Umschweife und streckte die Hand aus. Oh Gott … Ihre Hände zitterten als sie ihm die Mappe reichte. Die alten Zweifel, die sie seit gestern vehement zu vertreiben versucht hatte, gewannen erneut an Intensität. Angespannt betrachtete sie Jonas Gesicht als er schweigend durch das Konzept blätterte. In seine Stirn gruben sich tiefe Falten. Scheiße …, dachte Anna und biss sich auf die Lippe. Ihr Magen fühlte sich an, als wolle er aus ihrem Körper fliehen. Dann endlich huschte sein Blick zu ihr. Ganz kurz. Ihr Herz hämmerte gegen ihren Brustkorb, und von einer Sekunde auf die andere fühlte sie sich um Jahre zurückversetzt. In die Anfänge bei Broda & Broda. Dieser Blick war ihr nur zu vertraut, dennoch vermochte sie ihn in diesem Moment nicht zu deuten. Ein langsames Lächeln breitete sich über seine Lippen, und als es seine Augen einen Wimpernschlag später zum Strahlen brachte, schloss sie erleichtert die Augen. Irgendwann bringe ich dich noch mal um, wenn du diese Psychonummer nicht bald mal sein lässt. „Genial“, war das einzige was er sagte, bevor sein Mund sich zu einem breiten Grinsen verzog. „Was hab ich nur für ein Glück, dass ich dich habe.“, sagte er, beugte sich über den Schreibtisch und drückte der mehr als verdutzten Anna einen spontanen Kuss auf die Lippen. Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen. Völlig perplex über diese Reaktion starrte Anna ihn an, als er sich wieder von ihr löste. Tief sah er ihr in die Augen, und sein Lächeln vertrieb die Verwirrungen, jagte ein seltsames Kribbeln durch ihren Bauch. Nur eine Sekunde später lief Anna knallrot an. Jonas richtete sich auf, ein verschmitztes Grinsen im Gesicht. „Der Termin ist um elf“ Ein Blick auf seine Uhr. „also in zwei Stunden.“, erklärte er und zwinkerte ihr zu. Und noch ehe Anna irgendetwas sagen konnte, war er schon wieder aus ihrem Büro verschwunden. Wie betäubt starrte sie auf die geöffnete Tür, während ihre Finger geistesgegenwärtig ihre Lippen betasteten. Er hat mich geküsst …, dachte sie bei sich. Ja, und du hast es zugelassen …, knurrte ihr Unterbewusstsein und boxte wütend in eines der Kissen. Was ist nur mit dir los? Erst chattest du mit wildfremden Männern und jetzt lässt du dich von deinem Geschäftspartner knutschen … ich glaubs nicht …, stöhnte es und drückte sich überrtrieben dramatisch das malträtierte Kissen auf’s Gesicht, während es leise vor sich hinfluchte. Anna war das einerlei, viel zu benommen war sie von dieser spontanen Geste und den seltsamen Gefühlen, die diese in ihr auslöste.

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„Du hast nicht das letzte Wort bei diesem Konzept, Tom. Du wirst der Firma nicht mehr schaden, nur weil du deine Hormone nicht im Griff hast.“, dröhnten Brunos Worte laut in Toms Ohren, obwohl der Kreativchef schon vor zwei Stunden sein Büro verlassen hatte. Jede Beteuerung über seine Beweggründe war zwecklos gewesen. Bruno war und blieb stur. Zugegeben, Tom hatte ihm in den vergangenen Jahren nicht unbedingt Anlass für eine Änderung seiner Meinung geboten, aber zum Teufel noch mal, auch ihm ging es dieses Mal in erster Linie ums Geschäft. „Und glaub mir, ich werde keine Minute zögern und es in der Luft zerreißen, wenn es auch nur im Ansatz von dem abweicht, was ich mir vorgestellt habe.“ Instinktiv zuckte er zusammen, als sich die Worte seines Vaters erneut in seinen Kopf schlichen. Niedergeschlagen stieß Tom die Luft aus und lehnte seine Stirn gegen das kühle Glas, während das Leben jenseits der Fenster unaufhaltsam tobte. „Schwerenöter … Tse.“, grummelte er leise vor sich hin. „Du musst gerade große Töne spucken. Bist doch selbst kaum besser gewesen.“ Seine Hand ballte sich zur Faust, und nur unter größter Beherrschung konnte er sich davon abhalten, sie gegen die unschuldige Fensterscheibe zu donnern. Hey, was kümmert’s dich … sonst macht es dir doch auch nichts aus …, meldete sich sein männliches Ego zu Wort. Du bist nun mal wie du bist … Basta. Basta? Ein tiefer Seufzer wich über Toms Lippen. Ja, für gewöhnlich hätte er Bruno Recht gegeben. Und seine Aussage gleichsam als belanglos abgetan. Aber warum nur spürte er dann diese Wut in sich auf Bruno, wenn alles so war wie immer? Warum machte es ihn plötzlich so sauer, dass sein Vater so über ihn dachte? Anna …, ging es ihm durch den Kopf. Was ist nur mit mir los … Kopfschüttelnd wandte er sich von dem Fenster ab und schlurfte durch den Raum zu seinem Schreibtisch. Angestrengt blies er die Luft aus, als er sich auf seinen Stuhl fallen ließ, und strich sich mit beiden Händen durch seine Haare. Wie von selbst glitt sein Blick durch die Glaswand. Leise aufstöhnend rollte er die Augen, als er Brunos markante Gestalt erfasste, mit der er sich vor Carlas Schreibtisch aufgebaut hatte, die er – der Geräuschkulisse nach zu urteilen – gerade gehörig zusammenstauchte. Genervt schüttelte Tom den Kopf, während sich ein beklemmendes Gefühl in seinen Magen krallte, als er Brunos Worte mit dem zweifellos cholerischen Ausbruch vor seiner Tür in Einklang brachte. Anna. Toms Miene verfinsterte sich, während er seinen Blick in den Rücken seines Vaters bohrte, der munter weiter vor sich hinzeterte. Reiß dich bloß zusammen, Vater. Es ist eine Sache, wie du deine Angestellten behandelst, aber wage es ja nicht, Anna auf dieselbe Weise zu begegnen, nur weil du – stur und eigensinnig wie du nun mal bist – meine Wahl missbilligst …, ging es ihm durch den Kopf. Er stockte und blinzelte, überrascht, welche Richtung seine Gedanken genommen hatten. Verwirrt schüttelte er den Kopf und starrte blicklos vor sich hin. Irgendetwas war anders. Nur was? Und noch während er darüber nachdachte, stahl sich ein kleines Lächeln auf sein Gesicht. Keine Ahnung … aber es fühlt sich irgendwie … gut an.

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katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   So Mai 05 2013, 08:30

Juchu,
Anna und Tom sind wieder da!!!! Very Happy
Und sie treffen sich doch schon an diesem Tag. Oh mein Gott.
Ich wusste doch, dass Bruno sich da einmischen wird. Da bin ich ja mal echt gespannt Rolling Eyes Wird er Annas Potential auch in deiner Story sofort erkennen? Oder wird er einfach zu verbockt sein?
oh, oh?

Und was macht Jonas da? Er küsst Anna?

Oh Mann, da werden Annas Hormone ja mal echt durcheinander gewürfelt. Der Chat-Mann, Tom und Jonas.
Na, mit einem wäre es wohl auch zu einfach ... Smile

Liebe Grüße meine Süße,


ich kümmere mich jetzt um die Fortsetzung in Mailand write

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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   So Mai 05 2013, 14:59

Danke dir, meine Liebe. Hach, diese Kommis habe ich echt vermisst. Mhmm, da muss ich mich wohl ranhalten und schneller weiterschreiben, gelle ...

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   So Mai 05 2013, 20:43

Mini_2010 schrieb:
Danke dir, meine Liebe. Hach, diese Kommis habe ich echt vermisst. Mhmm, da muss ich mich wohl ranhalten und schneller weiterschreiben, gelle ...

Da kann ich dir nur zustimmen. Von den Kommis kannst du gerne mehr haben. An mir solls nicht liegen.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mo Mai 06 2013, 22:32

wie schön es geht langsam weiter Very Happy

ja ja das palomachen immer schön neugierig Smile
gut das jonas dann rein geplatzt ist.. und dann gibt er ihr ein kuss wie süüß und anna ist ganz schön verwiert Rolling Eyes und immer wieder redet ihr geiles unterbewusstsein ihr die männer aus dem kopf Laughing
und tom ist auch ganz schön durcheinander

so wenn ich nichts mehr zu lesen hier finde werde ich ab ins bett gehen mit meiner rüsselpesst
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Mai 07 2013, 16:54

Schön, wieder von dir zu lesen. Und danke für deinen Kommi.

Dir auch gute Besserung. Scheint zur Zeit wohl mal wieder etwas umzugehen.

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mi Mai 08 2013, 01:50

danke dir liebe mini, ja scheint so zu sein bekam ich sehr blötzlich hoffe nur es wird nicht schlimmer
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Do Mai 09 2013, 23:22

Hallo Mini, ich wollte dir nur mal sagen das deine Geschichten wirklich klasse sind und ich schon viele schöne Stunden beim lesen hatte und noch habe. I love you

Vielen, lieben Dank und schöne Grüße, Carla

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Fr Mai 10 2013, 19:54

Carla3939 schrieb:
Hallo Mini, ich wollte dir nur mal sagen das deine Geschichten wirklich klasse sind und ich schon viele schöne Stunden beim lesen hatte und noch habe. I love you

Vielen, lieben Dank und schöne Grüße, Carla

Hallo Carla,

eine neue Leserin, wie schön. Schön, dass dir die Geschichten gefallen. Das freut mich und motiviert natürlich umso mehr, schneller für neuen Lesestoff zu sorgen.

Ich hoffe, ich kann schon bald mit etwas Neuem aufwarten.

Liebe Grüße, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Di Jun 04 2013, 02:08

Hey Süße, geht es hier noch weiter!? Ich hoffe es sehr, diese FF ist einfach zu phänomenal um sie aufzugeben ... schmoll

Knutsch und ganz liebe Grüße flowers

P.S. ... Einen größeren Kommi gibt's beim nächsten Teil! Razz Wink Cool ichdrehgleichdurch
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mi Jun 05 2013, 13:37

Aber natürlich geht es hier weiter. War nur ein paar Wochen im sonnigen Süden und daher nix mit Schreiben. Aber so langsam komm ich wieder in die Gänge. Der nächste Teil ist fast fertig. Bin nur gestern an einer Serie hängengeblieben, die mich ein bisschen abgelenkt hat

Wie sieht es denn bei dir aus. Würde auch gerne wissen, wie es mit AnTom und der lieben Eifersucht weitergeht ...

LG, Mini

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mi Jun 05 2013, 14:29

zum Knutschen Smile

Liebe Grüße
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mi Jun 05 2013, 16:06

Juhuu ... da bin ich wieder. Lang lang ist's her. Ich hoffe, ihr habt den Anschluss noch nicht verloren ... Dafür ist der Teil diesmal etwas länger ...
Viel Spaß beim Lesen ... LG, Mini


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Teil 29

Gedankenverloren starrte Tom durch die Glaswand. Das hektische Treiben im Atelier registrierte er kaum, zu versunken war er in den Gedanken an die bevorstehende Präsentation. Ein kurzer Blick auf seine Uhr sagte ihm, dass selbige mit großen Schritten näher rückte. Kaum eine Stunde blieb ihm noch. „Wenn das mal gut geht.“, murmelte er leise vor sich hin und richtete seine Aufmerksamkeit auf das Chaos auf seinem Schreibtisch, in dem entschlossenen Versuch, sich von der unaufhaltsam auf ihn zueilenden Katastrophe abzulenken. Zwecklos. Immer wieder drifteten seine Gedanken zu Bruno und dessen zornig ausgespucktem Versprechen, nur um zwei Sekunden später Annas entsetzen Blick vor Augen zu haben. Und wie er es auch anging, er spürte, dass das was ihm bevorstand in einem Desaster enden würde. So gut kannte er Bruno und seinen Dickschädel. Aber das würde Tom nicht zulassen, dafür war ihm die Kollektion zu wichtig, genauso wie der Ruf von Lanford und … Anna. Verwirrt runzelte er die Stirn. Das war heute schon das zweite Mal, dass er sich schützend vor die zierliche Blondine stellte, die seit dem Tag, an dem er sie zum ersten Mal gesehen hatte, seine Gedanken einnahm. Ein forsches Klopfen, gefolgt von dem Geräusch einer sich öffnenden Tür holte ihn in die Gegenwart zurück. „Tom.“ Enrique hatte den Kopf durch die Tür gesteckt. „Störe ich?“ Tom schüttelte den Kopf und deutete Enrique mit einer vagen Geste, dass er reinkommen sollte. „Ich hab vorhin noch mal mit Anna gesprochen.“, begann er ohne Umschweife, als er die Tür geschlossen hatte, und trat vor Toms Schreibtisch. Der Klang von Annas Namen ließ Tom aufsehen. Erwartungsvoll hob er die Brauen. Enrique neigte leicht den Kopf. Ihm war unschwer anzusehen, dass ihm etwas auf der Zunge lag, und den tiefen Falten auf seiner Stirn nach zu urteilen, war er für einen Moment versucht, es laut auszusprechen. Dennoch ließ er es bleiben. Offenbar hatte er aus einem anderen Grund den Weg in Toms Büro gesucht. „Der Konzeptentwurf ist …“, setzte er an und verstummte sogleich wieder. Tom sah auf. Gespannte Erwartung schimmerte in seinen Augen. Und seine rechte Augenbraue, die er langsam nach oben zog, zeigte nur zu deutlich, dass er im Moment nicht in Stimmung war für dramaturgische Höhepunkte. „Was?“, tönte es ein wenig schroff aus seinem Mund, als Enrique nicht weiter sprach. „Also, mich hat es überzeugt.“, kam dieser sogleich auf den Punkt, fast so als hätte einzig sein Wort das größte Gewicht. Du bist aber nicht Bruno … cholerisch, egozentrisch … dickschädelig …, ging es Tom ironisch durch den Kopf. „Ihre Idee ist um Längen besser als all das, was ich in den letzten vier Wochen zustande gebracht habe.“ Was nicht wirklich viel war und letztlich der ausschlaggebende Faktor, dass sie nun mehr oder minder in dieser Situation steckten. „Wirklich beeindruckend.“, murmelte Enrique, der sich seufzend auf einem der beiden Stühle vor Toms Schreibtisch niederließ, geistesabwesend und zog die Stirn kraus als müsse er seine Erkenntnis selbst erst noch begreifen. Dieser Umstand wiederum weckte sogleich Toms Neugier, und ein Anflug von Hoffnung, dass die bevorstehende Katastrophe doch noch abgewendet werden könnte, flammte in ihm auf. Denn wenn er Bruno in einem Punkt genau kannte, dann, dass er eine wirklich gute Idee sofort erkannte. Und Enrique hatte zumindest genügend Erfahrung, um in diesem Punkt mitreden zu können. Sein Körper entspannte sich ein wenig, und zum ersten Mal, seit Bruno ihm heute Morgen seine Forderung gestellt hatte, sah er der Präsentation wieder optimistischer entgegen.

***************************************

„Lara, hast du die Unterlagen für die Präsentation zusammen?“, rief Anna durch die geöffnete Bürotür. Die junge Brünette, die seit einem halben Jahr Anna als Assistentin zur Seite stand und wirklich ausgezeichnete Arbeit leistete, erhob sich ohne ein weiteres Wort, griff nach einer Mappe auf ihrem Schreibtisch und eilte zu Anna ins Büro. Lächelnd nahm sie die Mappe entgegen und zog das Konzept, welches zusammen mit mehreren Duplikaten darin aufbewahrt wurde, hervor und durchblätterte es. „Sehr schön. Gute Arbeit, Lara.“, sagte sie, woraufhin ein stolzes Lächeln auf dem Gesicht der jungen Frau erschien. Lautlos verschwand sie aus dem Büro, während Anna in Gedanken die Präsentation noch einmal durchging. Ihr blieb noch eine halbe Stunde, und der glückliche Umstand, dass der Kunde im selben Gebäude saß, verschaffte ihr noch ein wenig mehr Zeit, sich ein letztes Mal mit dem Konzept auseinander zu setzen, bevor es ernst wurde. Es war lange her, dass sie vor einem derartigen Termin Aufregung verspürt hatte, aber das hier war zweifelsohne kein gewöhnlicher Termin. Noch dazu gab es bisher keinen, von dem so verdammt viel abhing. Du schaffst das …, sprach Anna sich selbst Mut zu. Enrique hast du doch schon mal überzeugt. Ja, den Marketingchef hatte sie sofort für sich einnehmen können, als er sich heute Morgen das Konzept angesehen hatte. Aber er war eben nicht Tom Lanford … und schon gar nicht dessen Vater Bruno, der allgemeinhin als kritisch und extrem extrovertiert galt. Was soll schon schief gehen, Anna? Dein Konzept ist … genial. Also, auf in den Kampf …

Punkt elf Uhr betrat Anna das geräumige Atelier von Lanford. Es herrschte das gewohnte Treiben, in dessen Genuss sie bereits gestern gekommen war. „Frau Polauke.“, begrüßte die brünette Empfangsdame sie und schenkte ihr ein strahlendes Lächeln. Unglaublich …, dachte Anna und konnte nicht anders als zurückzulächeln. „Sie werden schon erwartet.“ Gerade wollte Anna fragen, wo die Präsentation stattfinden würde, als sich die Tür zu Toms Büro öffnete und der Juniorchef, versunken in ein Dokument, heraustrat. Für einen Moment gestattete Anna sich, ihn genauer zu betrachten. Und musste zugeben, dass er gut aussah. Der dunkelgraue Anzug, in dem er gleichsam Autorität wie Attraktivität ausstrahlte, stand ihm ausgesprochen gut. Keine Krawatte …, dachte Anna als ihr Blick auf das weiße Hemd fiel, welches am Kragen offen stand. Doch das fehlende Accessoire schmälerte nicht im Geringsten die Professionalität, die er verkörperte. Besser noch, es ließ ihn irgendwie … entspannter wirken … trotz der offensichtlichen Anspannung, die der strenge Zug um seine Lippen verriet. Huch, … haben wir über Nacht etwa einen Kurs in Modepsychologie besucht …, ätzte ihr Unterbewusstsein, was sich bis dato leicht übelgelaunt nach Annas morgendlichen Denkeskapaden ins stille Kämmerlein verzogen und vor sich hingeschmollt hatte. Anna seufzte unweigerlich auf, genau in dem Moment, in dem Tom den Kopf hob und sie bemerkte. Sofort erhellte sich seine bis dahin angespannte Miene. Lächelnd kam er auf sie zu und reichte ihr die Hand. „Hallo Anna, schön, dass du es einrichten konntest.“, erklärte er, die Worte ein wenig zerknirscht aussprechend, was Anna in ihrer Annahme bestätigte, dass auch er nicht wirklich erfreut über die Willkür seines Vaters war, die anberaumte Präsentation einfach mal um einen Tag vorzuverlegen.

Mit einem kleinen Lächeln erwiderte Anna Toms Begrüßung und folgte ihm durch das Atelier, und mit jedem Schritt, den sie hinter sich brachte, wuchs ihre Anspannung. Sekunden später blieb Tom vor einem großen Tisch stehen, an dem sie bereits erwartet wurden. „Hallo Anna.“, begrüßte Enrique sie mit einem Lächeln, was Anna prompt erwiderte und ein Teil ihrer Anspannung wich aus ihrem Körper. Neben ihm saß Carla, die Designerin, die ihr bereits gestern vorgestellt worden war. Die Brünette musterte sie mit kurzem kühlem Blick, ehe sie sich ebenfalls eines Lächelns bemüßigte. Der Blondschopf, der Anna als wandelndes Modeexperiment in Erinnerung geblieben war, saß ihr gegenüber. Und der prüfende Blick, den er ihr schenkte, erinnerte sie sogleich daran, dass ihre schlichte Erscheinung in weißer Bluse und Jeans seiner Definition von Mode nicht mal annähernd gerecht wurde. Tom bot ihr mit einem freundlichen Lächeln den Platz an der Stirnseite des Tisches an, zu dessen rechter Seite sich ein großzügiges rollbares Pinboard befand. Langsam und so elegant wie möglich ließ Anna sich auf den ihr zugewiesenen Platz sinken. „Wo ist Bruno?“, fragte Tom an den Blondschopf gewandt, der auf den ungewöhnlichen Namen Virgin hörte. Auf Toms Frage hin verzog er seinen Mund zu einem übertrieben breiten Lächeln und hob wissend die Brauen. „Da wo alle Kreativchefs ab und an am Tag mal hinmüssen.“ Tom seufzte und verdrehte die Augen, woraufhin Anna sich ein Grinsen kaum verkneifen konnte. Dieser Blondschopf war einfach schräg, auf eine wirklich erfrischende Weise. Der Gedanke hallte noch in ihrem Kopf, als sich von einer Sekunde auf die andere die Atmosphäre im Raum veränderte. Die vage Gelassenheit, die die Runde bis eben noch erfüllt hatte, wich schlagartig einer seichten Anspannung. Virgin richtete sich kerzengerade auf, den Blick auf das Ende des Ateliers gerichtet. Anna folgte ihm und nahm automatisch dieselbe Haltung an. Das kann nur Bruno Lanford sein …, dachte Anna, die sogleich von dieser Raum beherrschenden Präsenz des Lanford-Genies erfasst wurde. Mit forschen Schritten trat er auf die Gruppe zu – hochgewachsen, in ein lässiges dunkelblaues Hemd und zerrissenen Jeans gekleidet. So gar nicht das, was Anna sich unter einem Top-Designer vorgestellt hatte. Sein Blick strahlte jene Arroganz aus, die einzig Leuten seines Schlags vorbehalten war. Ohne Zweifel hatte er das Sagen. Sein Wort war das Zünglein an der Waage. Mit ihm stand oder fiel alles, was mit Lanford zu tun hatte. Die Anspannung, die Anna seit ihrer Ankunft ereilt hatte, sammelte sich in ihrem Magen und zog sich zu einem dicken schweren Klumpen zusammen.

Niemand sagte etwas, während Bruno Lanford augenscheinlich seinen Auftritt genoss. Virgin, der zu ihrer Linken saß begann, unruhig auf seinem Stuhl herumzurutschen. Mit einer graziösen Bewegung strich er sich seinen Pony aus dem Gesicht und schenkte dem Ankömmling ein Strahlen, neben dem selbst das Flutlicht in einem Fußballstadion noch blass daherkam. „Brüno … da bist du ja …“, hauchte er mit lieblicher Stimme. Doch der hochgewachsene Mann mit den markanten Zügen schenkte ihm keinerlei Aufmerksamkeit, war sein Blick doch allein und durchdringend auf Anna gerichtet. Der Klumpen in ihrem Magen schwoll weiter an. Noch ein Stück mehr und sie würde aufspringen und fragen wo die Toilette ist. Na das kann ja heiter werden …, dachte sie beklommen, während er näher zu ihr trat und ihr die Hand reichte. „Frau Polauke.“ Anna nickte und ergriff seine Hand. Unter Aufbietung all ihrer Beherrschung rang sie sich ein einigermaßen professionelles „Guten Tag, Herr Lanford“ ab und hoffte, dass sie nicht wie das verängstigtes Schulmädchen klang, das seine autoritäre Erscheinung zwangsläufig in ihr heraufbeschworen hatte. Verdammt Anna, reiß dich zusammen …, ermahnte sie sich streng und ertappte sich dabei, wie ihr Blick zu Tom huschte, der ihr aufmunternd zulächelte. „Mein Sohn hat Sie beauftragt, ein Konzept für die Vermarktung unserer Dessouskollektion zu erstellen.“, resümierte Bruno knapp. Seinem Tonfall nach zu urteilen, wäre es ihm wohl lieber gewesen, er hätte es nicht getan. Na prima, das wird ja immer besser … Wieder glitt ihr Blick zu Tom, dessen Augen nun wachsam auf Bruno gerichtet waren. „Nun denn, dann lassen Sie mal sehen.“, forderte er sie mit einer lässigen Handbewegung auf, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und legte ein Bein auf sein Knie. Hau ab, hau ab … Wenn du dich beeilst, schaffst du es noch bis zum Fahrstuhl, bevor er dich auffrisst …, kreischte ihr Unterbewusstsein, was sich bereits panisch eine Decke über den Kopf gezogen und unter dem Sofa verkrochen hatte. Für den Bruchteil einer Sekunde schloss Anna die Augen und atmete leise aus. Entschlossen, sich nicht von Bruno Lanfords Präsenz einschüchtern zu lassen, rief sie ihr Selbstbewusstsein, was dem Befehl ihres Unterbewusstseins schon Folge leisten wollte, zurück und erhob sich von ihrem Platz. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren …, sagte sie zu sich, griff nach ihrer Mappe und verteilte die Kopien zum Konzept, die Lara für sie gefertigt hatte, an die Teilnehmer der Präsentation und steckte anschließend Blatt für Blatt des gefertigten Storyboards an die Pinwand. Noch einmal holte sie tief Luft. Du schaffst das Anna …, sprach sie sich noch einmal Mut zu und wandte sich um. Einen Moment lang ließ sie den Blick durch die Runde schweifen, die offensichtlich gespannt auf ihre Erläuterungen wartete.

Gebrannt starrte Tom auf Anna, die mit klarer heller Stimme zu sprechen begann. Und auch wenn sie es zu verbergen versuchte, ihre Anspannung war förmlich mit Händen zu greifen. „Als ich mir gestern die Dessouskollektion angesehen habe …“ Sie lächelte leicht. „… war mein erster Gedanke, wie … verführerisch die einzelnen Stücke aussehen. Wie verführerisch sich eine Frau wohl fühlen mag, wenn sie sie trägt.“ Annas Blick streifte erneut Toms und ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, als er an den Moment zurückdachte, in dem er sich Anna in diesen wirklich zauberhaften Dessous vorgestellt hatte. Ja, Verführung war in der Tat ein für diese Kollektion treffendes Thema. „Und das brachte mich zur wohl ältesten und ersten Verführungsgeschichte überhaupt.“ Niemand sagte etwas, was Anna nur noch nervöser zu machen schien. Sie räusperte sich und deutete auf die erste Szene des angepinten Storyboards. „Stellen Sie sich einen wunderbaren blühenden Garten vor. Vögel singen in den Bäumen, weiches Licht wirft lange Schatten. Das Paradies.“ Eine kurze Pause entstand, bevor Anna auf die nächste Szene deutete. „Adam sitzt unter einem Baum – offensichtlich gelangweilt – während Eva sich redlich bemüht, ihn auf sich aufmerksam zu machen. Ohne Erfolg. Als sie schon aufgeben und sich abwenden will, vernimmt sie plötzlich ein leises Flüstern. Suchend sieht sie sich um und erblickt eine große Schlange, die sich um einen der Äste des gewaltigen Baumes schlängelte.“ Wieder streifte ihr Blick Toms, nur um ihn gleich wieder ab und sich der nächsten Szene zuzuwenden. „In die Schwanzspitze eingerollt reicht die Schlange Eva einen Apfel. Als Eva, neugierig wie sie ist, ihn kosten will, zischt die Schlange und deutet Eva, den Apfel Adam zu geben. Doch als diese ihm die Frucht reicht, betrachtet der sie nur lustlos.“ Tom schüttelte bei ihren Worten leicht amüsiert den Kopf. Ist doch klar, dass der keinen Bock auf Obst hat …, meldete sich sein männliches Ego zu Wort, woraufhin Tom sich auf die Lippe biss, um nicht spontan über seine eigenen Gedanken zu lachen. Ein neuerliches Räuspern, gefolgt von einem strafenden Blick aus Annas Augen, der seine Reaktion nicht entgangen war, schob seinem fantasievollen Kopfkino einen Riegel vor. Dann wandte sie sich der nächsten Szene zu. „Auf diesen erfolglosen Versuch hin bedenkt Eva die Schlange mit einem missbilligenden Blick und fragt sie, ob sie nichts Besseres hätte, um Adam auf sich aufmerksam zu machen. Daraufhin lächelt die Schlange und lässt ein kleines in Blättern eingewickeltes Päckchen in Evas Hand fallen. Erstaunt öffnet sie es und sieht die Schlange, die ihr wissend zunickt, mit leuchtenden Augen an. Adam, der noch immer gelangweilt vor sich hinstarrt, bemerkt nicht, dass Eva kurz hinter dem Baum verschwindet.“ Wieder entstand eine kurze Pause, und Tom entging nicht, wie sich Annas Wangen leicht röteten. Wunderschön …, ging es ihm verzückt durch den Kopf. Ihr Blick glitt abermals durch die Runde. Bisher hatte noch niemand etwas gesagt. Was in der Tat ungewöhnlich war, vor allem für Bruno, der für gewöhnlich gerne ungefragt seine Meinung preisgab. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Doch seine Frage wurde direkt beantwortet, als er den verkniffenen Blick bemerkte, den sein Vater in Annas Richtung warf. Doch nicht nur das. Seine gesamte Haltung erweckte den Anschein, als wolle er jeden Moment aufspringen und losbrüllen. Doch aus irgendeinem Grund hielt er sich zurück. Nein, das war nicht gut … gar nicht gut. Obwohl Tom diese Reaktion überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Denn soweit er es beurteilen konnte, beinhaltete dieses Konzept alles, was Bruno für gewöhnlich in Begeisterungsstürme ausbrechen ließ. Besorgt glitt Toms Blick durch die Runde, versuchte, die Meinungen der anderen in ihren Gesichtern zu lesen. Und war überrascht. Denn wenn ihn sein Gefühl nicht trog, dann wirkten die anderen durchaus angetan von Annas Idee. Was nicht wirklich etwas zu bedeuten hatte. Denn Bruno hatte das letzte Wort. Und was ihm nicht gefiel, bekam auch keine Chance – ganz gleich, wie die Meinung der anderen lautete. Ein Umstand, der regelmäßig für hitzige Diskussionen sorgte, die zumeist recht lautstark und mit zwei frustrierten Lanfords endeten. Wahrlich ermüdend. „In der letzten Szene tritt Eva hinter dem Baum hervor. Sie trägt Dessous von Lanford …“, fuhr Anna fort, und Toms Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf die Blondine und ihre Ausführungen. „Adam hebt den Blick, seine Augen weiten sich und ein Lächeln erscheint auf seinem Gesicht. Dann erhebt er sich, ergreift ihre Hand und zieht sie an sich. Die Szene schwenkt um. Das Licht wird schwächer, die Sonne steht tief am Horizont und zeigt die Schlange, die den beiden nachsieht, wie sie durch den Garten davonlaufen. Dann blendet sich der Slogan ein: „Lass dich verführen! Lanford – Dein Stück vom Paradies.“, beendete Anna schließlich ihren Vortrag.

Erleichtert stieß Anna die Luft aus. Sie hatte es geschafft. Gespannt blickte sie in die Runde. Stille. Fünf Augenpaare ruhten auf ihr. Fünf Gesichter, in denen sie zu lesen versuchte und doch nichts Klares deuten konnte. Scheiße …, ist das Konzept wirklich so schlecht …, schoss es ihr voller Unbehagen durch den Kopf. Wortlos trat sie an den Tisch heran und ließ sich auf den Stuhl zurücksinken, von dem sie sich noch vor wenigen Minuten voller Enthusiasmus erhoben hatte. Angespannt krallte sie ihre Finger in den Stoff ihrer Jeans und starrte von einem zum anderen. Der Klumpen in ihrem Magen nahm neue Dimensionen an. Und da war sie wieder, die Unsicherheit, die sie vor langer Zeit überwunden geglaubt hatte. Was nun? Zögernd wanderte ihr Blick erneut zu Bruno. Doch der starrte sie nur irgendwie eisig an. Warum sagt er nichts? Das Schweigen schwoll an. Unheilvoll waberte es über der kleinen Runde, während Anna aus den Augenwinkeln bemerkte, wie Tom sie unverwandt anstarrte. Oh Gott, ich mach mir gleich in die Hose, wenn nicht bald jemand was sagt. Beklommen sah sie zu Tom, auf dessen Lippen sich nun ein kleines Lächeln zeigte. Na endlich eine Reaktion …, dachte sie erleichtert. Fasziniert hatte Tom ihren Worten gelauscht, während er die Szene, die sie beschrieben hatte, noch einmal Revue passieren ließ. Unglaublich … brillant … Das war so ziemlich das einzige, was ihm zu ihrer Darbietung einfiel, hatte ihm die Faszination, die sie in den letzten Minuten auf ihn ausgeübt hatte, doch schlicht die Worte aus dem Hirn gefegt. Dennoch trübte sich das strahlende Blau ihrer Augen. Unsicherheit schimmerte in ihrem Blick, Anspannung verkrampfte ihre Schultern. Und erst jetzt ging Tom auf, dass noch niemand – nicht mal er – in dieser Runde ein Wort gesprochen hatte, seit Anna ihre Präsentation beendet hatte. Besorgt sah er sie an. Ihr war anzusehen, dass es wohl nur noch weniger Sekunden bedurfte, bevor sie aufspringen und die Flucht ergreifen würde, wenn nicht bald jemand das Schweigen brach. Ein Gedanke, der ihn erneut lächeln ließ. Passte es doch so gar nicht zu dieser temperamentvollen Person, die sonst um keine Antwort verlegen war. Eine völlig neue Facette, die sie ihm zeigte. Und irgendwie gefiel ihm die fast ein wenig schüchterne Anna. Angetan von diesem Gedanken sah er zu Enrique, der seinen Blick erwiderte und in einer Weise die Brauen hochzog, als wolle er ihm sagen Hatte ich Recht, oder hatte ich Recht … Mit einem leichten Nicken bestätigte Tom die unausgesprochene Frage seines Freundes. Als die Stille weiter anhielt, richtete er sich schließlich in seinem Stuhl auf und ließ seine Augen durch die Runde wandern. Offenbar wartete jeder darauf, dass jemand etwas sagte. Eigentlich wäre das Brunos Moment, aber seltsamerweise hatte der sich noch nicht einmal bewegt, seit Anna sich wieder gesetzt hatte. Und bevor Anna, die sich mit jeder Minute mehr verkrampfte, noch unter den Tisch rutschte, beschloss Tom, die junge Frau zu erlösen. „Ich bin beeindruckt.“, erklärte er knapp, woraufhin ein leises Murmeln durch die Runde ging, als wäre Toms Aussage das Stichwort gewesen. Virgin zu seiner Rechten strahlte nun übers ganze Gesicht, und selbst Carla, die für gewöhnlich auf professionelle Weise ihre Arroganz zur Schau trug, rang sich ein anerkennendes Lächeln ab. „Giselle würde es gefallen.“, gab sie zu und warf Virgin einen kurzen Blick zu, der wie ein Schuljunge eifrig nickte. Die offenkundige Zustimmung zum Anlass nehmend, fuhr Tom an Anna gewandt fort. „Tja, ich schätzte, wir haben ein Konzept für die Dessouskollektion.“, erklärte er in beinahe feierlichem Ton und lächelte ihr gleichsam anerkennend wie aufmunternd zu, woraufhin die junge Blondine sich sichtlich entspannte. Was für ein Stress …, ging es ihr mürrisch durch den Kopf und unterdrückte ein genervtes Augenrollen. „Nein!“, meldete sich Bruno unvermittelt mit eisiger Stimme zu Wort. Augenblicklich wurde es still. Alle Augen waren auf den Kreativchef gerichtet, der wiederum mit stechendem Blick seinen Sohn betrachtete. Dann wandte er sich Anna zu. Sein finsterer Blick bohrte sich in ihre Augen, woraufhin sie unbewusst den Kopf einzog und ein Stück in sich zusammenschrumpfte. Ein Lächeln, was seine Augen nicht erreichte, legte sich auf seine markanten Züge. „Sie vergleichen unsere Dessous also mit … Obst?“ Eine unheilvolle Pause entstand. Anna schluckte leicht. „Ist das Ihre Vorstellung von Qualität und Exklusivität, meine Liebe?“, fragte er mit einer Stimme, die sein Lächeln Lügen strafte.

Den Mund zu einer Erwiderung geöffnet, starrte Anna Lanford Senior verwirrt an. „Äh … nun ja …“ Hilfesuchend glitt ihr Blick zu Tom, der mit zusammengekniffenen Augen seinen Vater anstarrte, als versuche er, ihn einzig mit diesem Blick niederzuringen. Doch Brunos Aufmerksamkeit war ganz auf Anna gerichtet, so dass ihm der nonverbale Angriff seines Sohnes glatt entging. „Ich hatte …“ „Keine kreativere Idee?“, unterbrach er Annas Versuch einer Erklärung mit gefährlich leiser Stimme. Die sank noch ein Stückchen weiter in sich zusammen. „Eine absolut indiskutable und obendrein noch vollkommen dilettantische Arbeit.“ Seine Stimme war unmerklich lauter geworden. Das Atelier hatte zu atmen aufgehört. Beklemmende Stille. Die Ruhe vor dem Sturm. „Haben Sie überhaupt Ahnung von Mode?“ Purer Sarkasmus sprühte aus jeder seiner Poren. Ein misstönendes Lachen folgte. „Nein, augenscheinlich nicht.“, beantwortete er seine Frage und musterte sie mit einem abfälligen Blick. „Bruno …“, mischte Tom sich unvermittelt ein. Ein warnender Blick des Kreativchefs, der für gewöhnlich keinen Widerspruch duldete traf seinen Sohn. Doch der zuckte nicht mal mit der Wimper. „Dieses Konzept ist inakzeptabel, Tom.“, zischte Bruno. „Ich erwarte, dass du den Auftrag an eine Agentur gibst, die die Exklusivität dieser Kollektion erkennt und entsprechend umzusetzen weiß. Und zwar so, dass es dem Anspruch und der Klasse von Lanford gerecht wird.“, donnerte er mit lauter Stimme, woraufhin Virgin erschrocken aufquietschte und sich schützend die Hände vor das Gesicht hielt. Anna, der die ganze Situation mehr als nur unangenehm war, starrte die beiden Männer mit weit aufgerissenen Augen an. Und aus irgendeinem Grund überkam sie plötzlich das komische Gefühl, dass es in der Auseinandersetzung zwischen den Beiden nicht um ihr Konzept ging. „Kann ich dich einen Moment sprechen, … Vater.“ Keine Frage. Mühsam beherrschter Zorn glomm in Toms Augen, während er sich erhob. Bruno verdrehte die Augen und seufzte übertrieben theatralisch auf. Wie auf ein Zeichen erhoben sich alle anderen vom Tisch und waren kaum fünf Sekunden später in den Weiten des Ateliers verschwunden. Anna, die sich plötzlich völlig ungeschützt vorkam, sammelte eilig ihre Unterlagen zusammen und räusperte sich kurz. „Ich äh … geh dann mal …“, stammelte sie verunsichert und wandte sich um. Eiligen Schrittes strebte sie den Fahrstuhl an, während Tom mit steifen Schritten auf sein Büro zulief. Bruno folgte ihm. Seine gesamte Haltung drückte Unwillen aus. „Anna.“, rief Tom, als er die Tür zu seinem Büro öffnete. Anna, die gerade in den Fahrstuhl floh, wandte sich um. „Danke. Ich melde mich bei dir.“, sagte er und betrat sein Büro. Wortlos starrte sie ihn an, dann schlossen sich die Fahrstuhltüren. Die Mappe mit dem Konzept wie ein Schutzschild vor ihre Brust gepresst, sank sie gegen die Wand und schloss die Augen. Erde tu dich auf … Zum Teufel was war das denn bitte …, dachte sie, während sie die letzten Minuten Revue passieren ließ. „Das war’s dann wohl … Oh Mann, Jonas wird ausflippen.“, murmelte sie leise vor sich hin, als der Fahrstuhl in der fünften Etage zum Stehen kam.

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Zuletzt von Mini_2010 am Mi Jun 05 2013, 21:37 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Carla3939

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mi Jun 05 2013, 20:00

Liebe Mini, schön das deine Geschichte weiter geht super .Ich hoffe mal das Tom es doch noch schafft Bruno zu überzeugen Rolling Eyes .Freu mich wenn es weiter geht.
Lg. Carla

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"Jemand der einem nicht nur das Leben rettet sondern auch die liebe." -Anna, über Tom
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katha

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Mi Jun 05 2013, 20:39

Ja, holla meine Liebe,
da hast du uns aber ein Paket mitgegeben. Embarassed

Die arme Anna, da hat sie den guten Bruno wohl in bester Verfassung erlebt. Und dabei hat sie ihre Idee, die du übrigens sehr toll entwickelt und beschrieben hast (ich hatte die Bilder quasi vor Augen), so souverän vorgetragen, und alle überzeugt. super Na ja, außer Bruno. No Aber ich finde es gut, dass sie bereits eine Ahnung hat, dass es bei der Ablehnung gar nicht um ihr Konzept ging, sondern um die Vater-Sohn-Beziehung.

Da ich jetzt so beeindruck von dem Ende deines Teils war, muss ich erst mal überlegen, was vorher war. Ach ja Tom. Es ist ja fast niedlich wie handzahm er Anna dieses Mal gegenüber getreten ist. Und wie er sie gedanklich verteidigt hat... Wink Sie hat da ja wirklich irgendwas in ihm berührt, wie es scheint.

Also warten wir ab, ob Bruno seine Meinung noch ändert oder auch nicht, und sind gespannt wie Tom Anna gegenüber tritt. Ich kann mir vorstellen, dass er sich auf jeden Fall bei ihr für das Auftreten seines Vaters entschuldigen will. Wenn sie es denn zulässt.
Aber vielleicht erzählt er ja auch seiner Chat-Bekanntschaft von seinem Tag, und er fliegt auf... War da nicht sowas, dass er erzählen wollte, was er beruflich macht. idontknow Ich habe das nicht mehr ganz auf dem Schirm.

Mini, Danke, Danke, Danke, und nochmal danke
Es ist so schöööööön, von dir zu lesen!

Liebe Grüße
Katha

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Manche Dinge brauchen einfach keine Worte ...
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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Do Jun 06 2013, 23:50

mini jaaaaaaaaa es geht weiter <3

ach du heilige maria Shocked die arme anna, erst muss sie ungeduldig auf ein lebenszeichen warten das überhaubt einer was sagt und dann haut bruno sowas raus, also das geht nichtn🇳🇴
ich fand die idee dazu ganz toll Very Happy
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Mini_2010

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Do Jun 13 2013, 21:13

Auch hier gibts heute eine kleine Fortsetzung ... Ich hoffe, sie gefällt ... LG, Mini  write

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Teil 30

Toms Augen funkelten zornig, als er die Tür hinter sich zuzog. „Was sollte das eben?“, fauchte er Bruno an, ehe der seinerseits zu zetern anfangen konnte. Bruno stemmte die Hände in die Hüften. Zorn sprühte gleichsam in seinem Blick. „Was das sollte?“, wiederholte er Toms Frage und deutete blind durch die Glaswand. „Die Frage meinst du nicht ernst, Tom.“, zischte er. „Das da war …“ „Ein wirklich geniales Konzept.“, fuhr Tom dazwischen und unterbrach für einen Augenblick die oscarreife Tirade seines Vaters. Das war die Chance, Oberwasser zu gewinnen. „Und das weißt du. Du bist nur zu stur, das zuzugeben. Weil es dir nicht passt, wie ich die Dinge angegangen bin. Weil du glaubst, ich würde meinen Job nicht richtig machen.“, brauste er auf und schlug wütend mit der Faust auf den Tisch. „Hör auf, mich auf deine Weise zu bevormunden, nur weil ich nicht in dein Schema passe. Anna hat einen fantastischen Job gemacht. Sicher, es war ein Risiko, catch phrase den Auftrag zu geben, aber ich habe die richtige Entscheidung getroffen, als ich sie gewählt habe. Und jetzt fang bloß nicht wieder damit an, mir einen Vortrag darüber zu halten, dass ich nicht Berufliches mit Privatem vermischen soll. Denn genau das ist es doch, worum es hier eigentlich geht.“, schrie Tom aufgebracht. Bruno öffnete den Mund, um etwas zu sagen, doch er kam nicht dazu. „Die Szene, die du da draußen eben veranstaltet hast, war nicht nur völlig daneben, sie war oberpeinlich. Hast du ihren Blick gesehen? Was soll sie jetzt über Lanford denken?“ Toms Stimme überschlug sich. Was soll sie über mich denken …, fügte er in Gedanken hinzu. Er war rasend vor Wut, … die sofort in sich zusammenfiel, als sein Blick auf Brunos traf, dessen eigener Zorn vollkommen in sich zusammengebrochen war und ehrlichem Erstaunen Platz gemacht hatte. Toms Herz raste, und sein Atem kam keuchend, ein Resultat seiner inneren Explosion. Doch Bruno betrachtete ihn nur schweigend aus zusammengekniffenen Augen. Skepsis und ein Anflug von Erstaunen meinte Tom im Blick seines Vaters zu lesen. Sich plötzlich der Situation, in der er sich befand, bewusst, wandte er seinem Vater abrupt den Rücken zu und griff mit zitternden Händen nach der Wasserkaraffe, die hinter ihm auf dem Sideboard stand, in der Hoffnung, durch diese banale Tätigkeit die nötige Ruhe wieder zu finden. Verflucht … was war das eben … Er umklammerte den Griff der Karaffe fester und schloss die Augen. Du hast nur gesagt, was längst ausgesprochen hätte werden sollen …, meinte die sanfte Stimme der Vernunft in ihm. Und in diesem kurzen Moment völliger Klarheit wurde ihm schlagartig bewusst, was er mit seinem Ausbruch preisgegeben hatte. Etwas, was seinen Vater, der so gut wie kein anderer in den Menschen, die ihn umgaben, zu lesen vermochte, wahrlich sprachlos machte – zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit. Verdammt ... Minutenlang erfüllte Schweigen den Raum. Die sich erbarmungslos ausdehnende Stille schmerzte in Toms Ohren, und sein ganzer Körper spannte sich an, als er die leisen, kaum hörbaren Worte seines Vaters vernahm. „Dir ist es diesmal wirklich ernst.“ Keine Frage, eine Feststellung, in der gleichsam Erstaunen wie Hoffnung schwang.

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„Auf dich, Anna.“, grinste Jonas und prostete Anna zu, nachdem die Kellnerin ihnen die gewünschten Getränke gebracht hatte. Die Präsentation des Entwurfs für das Werbekonzept zur Dessouskollektion war ein voller Erfolg gewesen. „Cheers.“, erwiderte Anna und strahlte wie ein Honigkuchenpferd als sie mit Paloma, Lara und Jonas anstieß. Es war neun Uhr am Abend, und zur Feier des Tages hatten sie sich in die Egobar begeben. Rückblickend war die Präsentation, vor der sie sich so gefürchtet hatte und die für eine unglaublich lange Stunde der Inbegriff einer Katastrophe gewesen war, geradezu ein Kinderspiel gewesen. Trotz der Herausforderung, die sie zweifellos gewesen war. Denn obgleich Anna wusste, dass ihr Konzept gut war, war dies nicht das vorwiegende Problem gewesen. Zum Glück war Enrique vor der Präsentation zu ihr gekommen und hatte einen Blick auf ihr Konzept geworfen. Danach war sie sich sicher gewesen, dass sie Tom von ihrem Konzept würde überzeugen können. Allerdings waren es nicht Tom und Enrique gewesen, die sie hatte für sich gewinnen müssen. Sie war Bruno Lanford selbst bis dato nie begegnet. Dass er jedoch als schwieriger Klient galt – schwieriger noch als Tom – war selbst ihr klar gewesen. Nun ja, sie hatte keine Ahnung gehabt, wie schwierig der Kreativchef tatsächlich war. Noch immer überlief ein Schauer ihren Rücken, als sie an den Moment zurückdachte, als sie Bruno Lanford begegnet war. Der Gang zu ihrer eigenen Hinrichtung schien ihr im Vergleich dazu geradezu lächerlich. Sein bohrender Blick, diese greifbare Ablehnung in seiner ganzen Erscheinung, als wolle er sie geradewegs mit einem Fußtritt vor die Tür setzen – nachdem er sie auf die Größe eines Schuhkartons zusammengefaltet hatte –, hatte sie direkt um einen Kopf schrumpfen lassen. Und würde sie nicht bereits über ein gewisses Maß an Erfahrung verfügen, hätte sie sicherlich nicht nur keinen Ton herausbekommen, sondern sich auch sprichwörtlich in die Hosen gemacht. Spätestens in diesem Moment hatte sie gewusst, dass diese Präsentation kein Spaziergang werden würde. Und dass er sie, ohne mit der Wimper zu zucken, fallen lassen würde. Wie Recht sie doch behalten hatte ... Rückblickend vermochte sie nicht mehr zu sagen, wie es ihr letztlich gelungen war, dieses Meeting zu überleben, geschweige denn zu ihren Gunsten zu entscheiden. Zweifellos hatte Tom einen entscheidenden Beitrag zu diesem Erfolg geleistet. Still vor sich hinlächelnd schüttelte sie den Kopf. Nie würde sie vergessen, wie er in die Bresche gesprungen war, als sein Vater kurz davor gestanden hatte, ihre Arbeit in einem Redeschwall, der seinesgleichen suchte, in der Luft zu zerreißen. Er hatte sich kurzerhand über sein Urteil hinweggesetzt und sich für ihre Arbeit bedankt. Und das nicht nur aus reiner Höflichkeit. Nein, denn sie hatte die Entschuldigung in seinen Augen gehen, verborgen hinter dem Zorn und der Scham. Niemals würde sie diesen Blick vergessen. Und spätestens in diesem Moment war er in ihrem Ansehen enorm gestiegen.

Was nach ihrer Flucht aus dem Atelier passiert war, darüber konnte sie nur spekulieren. Puh … Bruno Lanford ist echt ein harter Brocken …, ging es Anna durch den Kopf, während sie an ihrem Getränk nippte. Sie hatte sich sofort in ihr Büro verzogen und dem Umstand gedankt, dass Jonas auf einem Außentermin gewesen war. Sie hätte nicht gewusst, wie sie ihm die Situation hätte erklären sollen. Aber zum Glück war das auch nicht nötig gewesen, denn kaum eine Stunde später war plötzlich niemand Geringeres als Tom Lanford in ihrem Büro aufgetaucht. Anna war mehr als überrascht gewesen, ihn zu sehen. Er hatte ziemlich zerknirscht gewirkt, als er vor ihr gestanden hatte. Und am liebsten hätte sie ihn sofort rausgeschmissen, denn das Letzte, was sie hatte hören wollen, war die Absage, mit der sie sich insgeheim schon abgefunden hatte. Doch dann war alles anders gekommen. „Ich möchte mich bei dir für das Verhalten meines Vaters entschuldigen, Anna.“, hatte er gesagt. Diese Aufrichtigkeit hatte sie wirklich erstaunt. Aber noch mehr als seine Ehrlichkeit hatte sie die Nachricht überrascht, dass catch phrase den Auftrag erhalten hatte. Sie hatte es für einen Witz gehalten. Aber augenscheinlich hatte sie Brunos Nerv getroffen. Denn Tom hatte ihr in diesem kurzen Gespräch mitgeteilt, dass sein Vater von ihrem Konzept mehr als überzeugt wa – ja, geradezu begeistert. „Frisch, unkonventionell, sexy und mit dem besonderen Etwas.“, erinnerte sie sich an Toms Worte. Genauso wie an ihre eigene Ungläubigkeit. Denn für sie hatte trotzdem alles nach einem schlechten Witz geklungen. Unweigerlich musste Anna lächeln, als sie an den Moment zurückdachte, in dem sie schließlich begeistert von ihrem Stuhl aufgesprungen war, als er ihr mehrfach glaubhaft versichert hatte, dass es sich bei seiner Mitteilung um keinen Scherz handelte. Es hatte nicht viel gefehlt und sie wäre ihm vor Erleichterung um den Hals gefallen. Doch im letzten Moment hatte sie sich zurückhalten können und ihn stattdessen einfach nur angestrahlt, als hätte sie soeben den Oscar gewonnen. Tom hatte nichts weiter gesagt, sie einfach nur aus diesen graublauen Augen angelächelt. Ich hab doch gleich gewusst, dass du es schaffst ..., schienen sie ihr sagen zu wollen. „Danke!“, hatte sie nur leise gesagt und verzweifelt versucht, dieses dümmliche Idiotengrinsen aus ihrem Gesicht zu bekommen. Zwecklos. Und als sie ihm dann erneut in die Augen gesehen hatte, hatte sie nicht anders gekonnt, als sich von diesem faszinierenden Graublau, was sie so eindringlich angeschaut hatte, gefangen zu nehmen und für einen Moment darin zu verweilen. Bis Jonas aufgetaucht war und sie aus ihrer Trance gerissen hatte. Zum Glück, sonst hättest du ihn am Ende doch noch abgeknutscht …, knurrte ihr Unterbewusstsein. Anna schob es mit einem lässigen Achselzucken beiseite. Dann waren die beiden Männer in Jonas’ Büro verschwunden und hatte die letzten Details des Vertrages besprochen … und catch phrase um einen lebenswichtigen Auftrag reicher gemacht. „Na wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist …“, holte Palomas Stimme Anna aus ihren Gedanken und erhob ein weiteres Mal das Glas. Wieder stießen die vier an, tranken, lachten und diskutieren munter über die weitere Vorgehensweise der Kampagne. Denn trotz dass die erste Hürde geschafft war, war die Herausforderung nach wie vor präsent. Innerhalb von zwei Wochen galt es, den Spot zu produzieren. Ein Kraftakt, dem Anna alldings mit neuer Begeisterung entgegensah. Ja, sie würde Bruno Lanford nicht enttäuschen … und Tom.

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Do Jun 13 2013, 22:29

Supi super.
Da hat Tom ja echt mal einen erstaunlichen Ausbruch erlebt. Na ja, dass er auch ein wenig aufbrausend sein kann, wussten wir ja schon, aber das, um sich für Anna einzusetzen... Finde ich richtig gut, und offensichtlich ja nicht nur ich Smile. Vater-Sohn-Gespräche sind doch immer wieder spannend.

Mich würde ja jetzt brennend interessieren, wie Tom sich bei Bruno versucht hat rauszureden, nachdem der da ja was ausgesprochen hat, was Tom sich noch nicht einmal zu denken traut.

Außerdem bin ich total neugierig, ob Anna und Tom abends chatten.

Hach Mini, das hast du mal wieder super hinbekommen. :brav:sehr spannend, sehr spannend.
Ich freu mich auf mehr! bounce

Liebste Grüße
Katha

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Carla3939

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   Do Jun 13 2013, 22:55

huhu:Mini das war ein toller teil.Finde es toll wie Tom sich für Anna ins zeug legt.Aber auch das Anna ihre Meinung über Tom immer mehr ändert ist soooo schön:oops:freue mich wenn es weiter geht.Lg. Carla

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BeitragThema: Re: Anna und die Liebe - AnTom-FF "Und plötzlich ist alles anders"   So Jun 23 2013, 20:31

toms ausbruch war mal echt oscar reif Very Happy da konnte man echt lesen das tom was für anna empfindet:) mal abwarten wie tom sich bei seinem vater rausredet das da nichts ist ...
und anna:) bei ihr hegen sich auch schöne gefühle Very Happy
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